…
Forschungsprojekt
Optimales Langzeitüberleben nach Krebs.
In diesem Projekt des Bundesgesundheitsministeriums sollen Wissenslücken zur Versorgungssituation von Krebsüberlebenden identifiziert und Empfehlungen zur bedarfsgerechten Versorgung für primäre und sekundäre Krebsüberlebende gegeben werden. Es startete zum 01.12.2022 mit einer Laufzeit von drei Jahren und analysiert modellhaft die Situation in NRW. Die Projektleitung lag beim Westdeutschen Tumorzentrum Essen. Das OPTILATER-Konsortium besteht aus erfahrenen Expertinnen und Experten, in der Sache ausgewiesenen und erfahrenen Patientenvertretenden aus NRW und nationalen Dachverbänden wie dem HKSH-BV, übergeordneten Strukturen, wie der Krebsgesellschaft NRW und dem Krebsinformationsdienst, Kassenvertretungen und einem internationalen Advisory Board.
Im Rahmen der alljährlichen Veranstaltung „Survivor Day“ der Kinderkrebsstiftung am 13.-14.09.2025 in Köln hat das Konsortium die Ergebnisse, Ziele und Perspektiven des Projekts vorgestellt. Hedy Kerek-Bodden nahm für das HKSH-BV an einer Podiumsdiskussion teil. Dabei ging es um Hürden und Barrieren in der heutigen Langzeitnachsorge sowie die positiven Aspekte des Langzeitüberlebens. Die am 08.08.2025 verabschiedeten finalen 19 Empfehlungen für eine bedarfsgerechte Versorgung von primären und sekundären Krebsüberlebenden sollen bis Jahresende vorliegen und an das Bundesgesundheitsministerium weitergeleitet werden. Des Weiteren ist ein “scoping review” über die Ergebnisse des Projektes zur Veröffentlichung bei verschiedenen Fachmagazinen eingereicht worden. Weiterführende Informationen gibt es hier.
Seitens des HKSH-BV gibt es folgendes Fazit zum Projekt: Für das HKSH-BV und seine zwölf Mitgliedsverbände ist die nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität und Versorgung von Krebsüberlebenden („Cancer Survivors“) ein zentrales Anliegen. Durch die Einbindung der Patientenvertretung wurden die Bedarfe von Krebs-Überlebenden konsequent berücksichtigt. Mit seiner Arbeit in Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und dem Austausch zwischen Forschung und Betroffenen stärkte der HKSH-BV die patientenzentrierte Ausrichtung des Projekts. Es wird die gewonnenen Erkenntnisse dauerhaft in die bundesweite Krebs-Selbsthilfe einbringen. Weitere Forschungsprojekte in diesem Bereich sind aus Sicht des Dachverbands dringend erforderlich. Das HKSH-BV begrüßt entsprechende Initiativen ausdrücklich und steht als Partner für die Mitgestaltung und Umsetzung gerne zur Verfügung.