Aktionswoche Vererbbarer Krebs 29. September bis 5. Oktober 2025 – Wissen ist Chance

Datum: 29.09.2025

- 05.10.2025

Die Aktionswoche vernetzt Selbsthilfe- und Patient:innenorganisationen, Fachgesellschaften, Kliniken, sowie Forschende. Gleichzeitig werden Betroffene und Angehörige informiert und ermutigt, aktiv zu werden.

Bonn, September 2025 – Rund 15 Prozent aller Krebserkrankungen entstehen aufgrund einer erblichen Genveränderung. Dennoch wissen viele Menschen nicht, dass Krebsrisiken in Familien weitergegeben werden können – und wie wichtig es ist, die eigene Familiengeschichte zu kennen. Die Aktionswoche Vererbbarer Krebs vom 29. September bis 5. Oktober 2025 will das ändern: Sie vernetzt Selbsthilfe- und Patient:innenorganisationen, Fachgesellschaften, Kliniken, sowie Forschende. Gleichzeitig werden Betroffene und Angehörige informiert und ermutigt, aktiv zu werden.

Gene, Risiko, Chance
Krebs entsteht durch Veränderungen in den Genen. In den meisten Fällen treten diese Veränderungen im Laufe des Lebens zufällig auf und werden nicht vererbt. Liegt jedoch eine erbliche genetische Veränderung vor, kann das Risiko für verschiedene Krebsarten wie beispielsweise Brust-, Eierstock-, Darm-, Prostata- , Haut-,oder Bauchspeicheldrüsenkrebs, deutlich erhöht sein – sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Diese genetischen Veränderungen können von beiden Elternteilen an ihre Kinder weitergegeben werden, mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent für jedes Kind.

Warum Wissen schützt
Wer sein Risiko kennt, kann frühzeitig handeln: mit gezielter Früherkennung, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und – je nach Situation – vorbeugenden Maßnahmen. Eine humangenetische Beratung und gegebenenfalls ein Gentest schaffen Klarheit. Sie können entlasten, wenn keine erbliche Veranlagung vorliegt, oder helfen, rechtzeitig medizinische und persönliche Entscheidungen zu treffen.

Ziele der Aktionswoche 2025
Die Aktionswoche hat fünf Schwerpunkte:

  1. Aufklärung über vererbbares Krebsrisiko – von den vielen möglichen Mutationen bei unterschiedlichen Tumorarten.
  2. Förderung von Früherkennung und Vorbeugung durch Information zu genetischer Beratung und Testung.
  3. Stärkung und Empowerment von Betroffenen, Angehörigen und Menschen mit erhöhtem Risiko, die noch nicht erkrankt sind (Previvors)
  4. Ausbau der Vernetzung mit Selbsthilfeorganisationen, Fachgesellschaften, Kliniken, Krebsberatungsstellen, und Forschung.
  5. Politische Aufmerksamkeit für Prävention, verbesserte Versorgung und Forschung bei erblichem Krebsrisiko.

 

Vielfältiges Programm
Jeder Tag der Aktionswoche widmet sich einem Schwerpunkt:

  • Montag: Was ist vererbbarer Krebs? – Basiswissen
  • Dienstag: Wie Gene das Risiko beeinflussen – Einfluss weiterer Faktoren wie Lebensstil, soziale Situation oder Epigenetik.
  • Mittwoch: Previvor Day – Nicht erkrankt und doch betroffen.
  • Donnerstag: Politik und Recht – Informationen zu Diskriminierungsschutz, Versicherungen und Gesetzgebung.
  • Freitag: Forschung & Versorgung – interdisziplinäre Zusammenarbeit von der Theorie in die Praxis
  • Samstag: Kinderwunsch & Ethik – Austausch und Fachvorträge.
  • Sonntag: Entscheidungen & Kommunikation – Gespräche über Arztgespräche, Familie und Arbeitsplatz.

 

Gemeinsam stärker
Die Aktionswoche ist eine Initiative des BRCA-Netzwerks und schließt sich der Hereditary Cancer Week des US-amerikanischen Netzwerk FORCE an. Ziel ist es, das Thema vererbbare Krebserkrankungen in den kommenden Jahren gemeinsam mit weiteren Partner:innen nachhaltig in der Öffentlichkeit zu verankern.
Denn: Wissen ist Chance.

 

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