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Bonn, 7. November 2025 – Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind nach dem Lungenkrebs und vor dem Brustkrebs die zweithäufigste Todesursache bei Krebs in Deutschland. 2024 starben nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes 19.533 Menschen in Deutschland an einem Pankreaskarzinom, obwohl jährlich nur rund 21.000 Menschen erkranken. „90 Prozent der Erkrankten sterben innerhalb von fünf Jahren am Pankreaskarzinom. Diese Sterberate ist einfach viel zu hoch“, erklärt der Bundesvorsitzende des Arbeitskreises der Pankreatektomierten (AdP), Lutz Otto, anlässlich des Weltpankreaskrebstages 2025 am 20. November.
Bereits seit 2019 sterben mehr Menschen am Pankreaskarzinom als an Brustkrebs. „Das liegt auch daran, dass es für Brustkrebs flächendeckende Vorsorgeuntersuchungen und bessere Behandlungsmöglichkeiten gibt, anders als beim Pankreaskarzinom, das oft zu spät entdeckt wird und dann nur noch schwer behandelt werden kann“, so Otto. Entscheidend sei, einen Tumor an der Bauchspeicheldrüse so früh wie möglich zu entdecken. Da es im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen für Pankreastumore keine Vorsorgeuntersuchungen gibt, werben der AdP und die Pankreaszentren Deutschlands am Weltpankreaskrebstag dafür, dass Menschen ab 60 Jahren und deren Hausärzte stärker auf Signale zu achten, die schon früh auf einen Tumor an der Bauchspeicheldrüse hinweisen können. „Bei älteren Menschen, bei denen plötzlich Diabetes auftritt, die unerklärliche Rückenschmerzen haben oder ohne Anlass unter Erschöpfung leiden, kann ein Tumor am Pankreas die Ursache sein“, so Lutz Otto. „Wenn ein Arzt keinen Grund für die Rücken- oder Bauchschmerzen finden kann, sollte man unbedingt eine Zweitmeinung bei einem Facharzt einholen und prüfen lassen, ob die Schmerzen mit der Bauchspeicheldrüse zusammenhängen können.“
Auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse können diese Beschwerden hinweisen:
Die Pankreaszentren in Deutschland informieren gemeinsam mit dem AdP in der Woche des Weltpankreaskrebstages in Vortragsveranstaltungen über diese frühen Symptome und über neue Operations- und Therapiemöglichkeiten. Um die Aufmerksamkeit für das Thema in der Öffentlichkeit zu erhöhen, sind zudem alle beteiligten Kliniken sowie zahlreiche öffentliche Gebäude wie das Holstentor in Lübeck und das Albertinum in Dresden mit der Galerie Alter Meister in lila beleuchtet.
Auf der Webseite www.weltpankreaskrebstag.de bietet der AdP einen bundesweiten Überblick über die Veranstaltungen. So beteiligen sich u.a. die Unikliniken in München, Heidelberg, Dresden, Berlin, Bochum, Hamburg, Bremen, Halle/Saale, Magdeburg, Karlsruhe, Stuttgart, Erlangen, Münster, Bielefeld, Essen, Köln, Lübeck und Würzburg mit Patiententagen und Vorträgen. Auch Kliniken in kleineren Städten nehmen teil, u.a. in Lengries, Celle, Neumarkt in der Oberpfalz, Kaiserslautern, Oldenburg, Siegen und Bad Oeynhausen.
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