„Chemohirn“ – Konzentrationsstörungen und Gedächtnisschwäche bei Krebs

DLH hat Patientenratgeber neu aufgelegt.

Bonn, 26.11.2025 Viele Krebspatienten leiden während oder nach einer Chemotherapie an erheblichen Konzentrations- und Gedächtnisproblemen. Diese – etwas salopp – auch als „Chemohirn“ bezeichneten geistigen Defizite machen es oft schwer, den Alltag zu bewältigen. Häufig lassen die Symptome im Laufe eines Jahres wieder nach, sie können aber auch länger anhalten. Wie gehen Betroffene am besten damit um? Was können sie tun, um ihr Erinnerungsvermögen und ihre Konzentration zu verbessern? Erläuterungen und hilfreiche Tipps finden Interessierte in dem nun in einer aktualisierten Neuauflage erhältlichen Patientenratgeber. Er kann kostenfrei bei der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe angefordert werden.

Die genauen Ursachen für die kognitiven Einschränkungen, insbesondere wenn sie länger als ein Jahr andauern, sind nicht vollständig geklärt. Bekannt ist, dass sich verschiedene, zum Teil behandelbare Faktoren auf die Hirnleistung auswirken können, wie zum Beispiel eine Verminderung der roten Blutkörperchen, Stress, Depressionen, Angst, schwere Erschöpfung und Schlafstörungen, bestimmte Medikamente oder hormonelle Änderungen infolge einer Krebstherapie. Die Broschüre ermutigt Betroffene, offen mit ihrem Arzt über diese Probleme zu sprechen, und gibt hilfreiche Tipps zur Gesprächsvorbereitung. Darüber hinaus enthält sie zahlreiche allgemeine und konkrete Empfehlungen, um Konzentration und Gedächtnis zu verbessern. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, etwa durch einen Psychoonkologen. Bei ungewöhnlich schweren Einschränkungen können auch neuropsychologische Maßnahmen erforderlich sein.

Der 16-seitige Ratgeber ist in gedruckter Form oder als PDF-Download kostenfrei über die Infothek auf der DLH-Website Infothek erhältlich: www.leukaemie-hilfe.de/infothek.

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Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e. V.

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